Colitis Ulcerosa

Colitis ulcerosa

Sie sind auf diese Website gekommen, weil bei Ihnen gerade die Diagnose colitis ulcerosa gestellt worden ist? Nun möchten Sie Näheres erfahren.

Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die nur den Dickdarm und Mastdarm befallen kann. Dadurch grenzt sie sich vom Morbus Crohn ab, der im gesamten Magen-Darm-Trakt Entzündungen hervorrufen kann. Bei der Colitis ulcerosa ist die Darmschleimhaut Mukosa und die Hautschicht zwischen Mukosa und Muskelgewebe (Submukosa) von der Entzündung betroffen. Im Vergleich zu anderen Colitiden (Mehrzahl von Colitis) ist die Schleimhaut bei der Colitis ulcerosa nicht nur entzündet, sondern bildet auch Ulzerationen (Geschwüre). Daher der Name „Colitis“ für Dickdarmentzündung und „ulcerosa“ für Geschwüre bildend.

Symptome bei Colitis ulcerosa sind:

- rezidivierende (immer wiederkehrende) Durchfälle
- Darmkoliken
- Blutungen der Darmschleimhaut
- Blähungen
- Stuhlinkontinenz
- zwanghafte Stuhlgänge

Die Colitis ulcerosa ist gekennzeichnet durch Schübe, die sich mit Remissionsphasen abwechseln. Schwerste Verläufe gehören ebenso dazu wie andauernde Akutphasen.

Ursachen für Colitis ulcerosa

Ursachen für die Erkrankung sind nicht bekannt. Vermutet wird aber eine genetische Disposition. Man zählt die Colitis ulcerosa wie den Morbus Crohn zu den Autoimmunerkrankungen. Es wird dabei die eigene Immunabwehr angegriffen, was eine Schwächung des Darms und die Entzündungsneigung zur Folge hat.

Diagnostiziert wird die Colitis ulcerosa mit einer Koloskopie (Darmspiegelung). Dabei werden Proben entnommen, die histologisch untersucht werden. So werden eine genaue Bestimmung der Erkrankung und die Abgrenzung zu anderen Verdachtsdiagnosen möglich.
Laboruntersuchungen, vor allem der Entzündungswerte im Blut, können Aussagen über die Krankheitsaktivität machen.

Therapie bei Colitis ulcerosa

Die Therapie: Bei der Behandlung der Krankheit steht die Reduzierung der Entzündungsaktivität im Vordergrund. Dies ist mit oralen und lokalen wirkenden Entzündungshemmern möglich.
Nach den Leitlinien zur Behandlung der Colitis ulcerosa wird Mesalazin in Tablettenform oder als Klistier empfohlen. Wird Mesalazin nicht vertragen, ist die Verwendung von Sulfasalazin das zweite Mittel der Wahl. Ist die Entzündungsaktivität trotzdem zu hoch, kommt Cortison lokal oder systemisch zum Einsatz. Außerdem gibt es noch Immunsuppressoren und TNF-Alpha-Blocker, die bei Unverträglichkeit oder eingeschränkter Wirkung der vorgenannten Medikamente verwendet werden können. Eine neuere Alternative sind die Biologika, die eine gute Wirksamkeit gezeigt haben.

Die Erkrankung ist durch Medikamente nicht heilbar. Bei starker Krankheitsaktivität kann eine komplette Entfernung des Dickdarms Heilung bringen.

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Colitis ulcerosa und Lebensmittelzusatzstoffe – wie passt das zusammen?

Colitis ulcerosa und Lebensmittelzusatzstoffe – wie passt das zusammen?

Bei Colitis ulcerosa auf Natur setzen

In vielen Lebensmitteln sind heutzutage Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Farbstoffe und Konservierungsmittel enthalten. Diese dienen dazu, Lebensmittel haltbar oder ansprechender zu machen, ihre Konsistenz und den Geschmack zu beeinflussen. Manche dieser Lebensmittelzusätze werden nicht gut vertragen. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa sollte besonders auf wenig Zusatzstoffe geachtet werden. Eine Möglichkeit, diese natürlich oder synthetisch hergestellten Mittel zu vermeiden, ist das Zubereiten von frischer Nahrung. Da dies nicht immer durchführbar ist, kann schon eine Verringerung der Lebensmittelzusatzstoffe zu weniger Beschwerden führen. Zusatzstoffe müssen durch den Namen oder eine E-Nummer ausgewiesen werden. Diese Nummern sind einheitlich in der Europäischen Union geregelt. An der Zutatenliste der Nahrungsmittel kann man erkennen, welche Substanzen enthalten sind und diese dann gezielt meiden.

Colitis ulcerosa – Wirkung von weiteren (natürlichen) Stoffen in Lebensmitteln:

Carragen – ein Geliermittel mit der Bezeichnung E407 wird in zahlreichen Lebensmitteln verwendet. Es findet sich ebenfalls in Light-Produkten. Immer wieder ist Carragen als Auslöser für zahlreiche Krankheiten im Gespräch. Dabei werden Allergien, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und verschiedene Krebserkrankungen genannt. Experimentell ist nachgewiesen, dass Carragen stark entzündlich wirkt. Eine eindeutige kanzerogene Wirkung konnte nicht festgestellt werden. Die Studien dazu hatten widersprüchliche Resultate. An verschiedenen Tierarten wurden allerdings nach der Einnahme von Carragen Colitiden mit Blutungen und Geschwüren nachgewiesen. Bisher konnte in Studien an Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kein Einfluss von Carragen festgestellt werden. Vermutet werden allerdings eine Beeinflussung des Immunsystems und das Risiko einer Entstehung von Krebs im Verdauungstrakt.

Laktose – Milchzucker ist in vielen Lebensmitteln aus Milch und Milchprodukten enthalten. Nun gibt es einige Menschen, die keinen Milchzucker vertragen. Diese Laktoseintoleranz beruht auf einem Mangel an Milchzucker spaltender Lactase oder einer geringeren Aktivität des Lactase-Enzyms. Bei den Betroffenen kommt es zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Erbrechen und Durchfall, wenn sie ein laktosehaltiges Nahrungsmittel zu sich genommen haben. In Deutschland haben ungefähr 15 Prozent der Einwohner die Milchzuckerunverträglichkeit, die aber nicht mit einer Milcheiweißallergie zu verwechseln ist. Eine Laktoseintoleranz kann eine Folge von Darmerkrankungen, auch Colitis ulcerosa, sein.

Gluten -  ist das so genannte Klebereiweiß, welches in vielen Getreidesorten vorkommt. Es wird in der Lebensmittelindustrie für viele verschiedene Produkte genutzt. Auf Gluten kann eine Unverträglichkeit bestehen. Die damit zusammenhängenden Beschwerden können nur durch Vermeidung oder zumindest deutliche Verminderung der Aufnahme von Gluten eingedämmt werden. Leider ist in vielen Wurst- oder Käsesorten gar nicht erkennbar, ob sie Gluten enthalten. Wenn Patienten an einer Zöliakie (ausgelöst durch eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung) leiden, müssen die Betroffenen komplett auf Gluten-haltige Lebensmittel verzichten. Nur dann können die Beschwerden vermieden werden.

 

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Wie kann die Naturheilkunde bei Colitis ulcerosa helfen?

Wie kann die Naturheilkunde bei Colitis ulcerosa helfen?

Auf der Suche nach Hilfe bei Colitis Ulcerosa

Nach jahrelanger schulmedizinischer Therapie oder schon kurz nach der Diagnosestellung der Colitis ulcerosa suchen viele Betroffene Hilfe in der Komplementärmedizin. Oft haben sie das Gefühl, dass es doch auch anders gehen müsse als mit viel Chemie in Tablettenform. Man sucht eine alternative Methode, die den Körper weniger belastet und trotzdem Linderung bringt. Die Komplementärmedizin ist als Ergänzung zur Schulmedizin zu sehen, da sie auch die Nebenwirkungen der medikamentösen Basistherapie zu verringern mag. Allein aus der Naturheilkunde eine Besserung der Beschwerden zu erwarten, kann in einer wenig aktiven Krankheitsphase oder zu Beginn der Erkrankung durchaus Erfolg versprechen. Dazu benötigt es aber die ausführliche Anamnese durch einen Heilpraktiker. Auch naturheilkundlich praktizierende Ärzte sind die richtigen Ansprechpartner.

Wir wollen hier beleuchten, welche Naturheilverfahren bei Colitis ulcerosa wirksam sein können:

Studien haben ergeben, dass die in Weihrauch enthaltenen Boswellia-Säuren eine entzündungshemmende Wirkung haben. Ein Lichtblick für viele Patienten, auch wenn noch keine Therapieempfehlung daraus abgeleitet wurde.
Das pflanzliche Medikament Jiang Pi Ling kann ebenfalls Linderung bringen. Es wird in den Therapieleitlinien für die Colitis ulcerosa aufgeführt. Dabei muss man aber darauf hinweisen, dass Studien mit diesem Mittel nur in China durchgeführt wurden. Das Gleiche gilt auch für die Therapierichtung der Traditionellen Chinesischen Medizin, welche die Akupunktur in Verbindung mit Moxibustion anwendet. Dabei werden die Akupunkturpunkte gleichzeitig mit Wärme behandelt.
Eine weitere Erfolg versprechende Möglichkeit ist die Anwendung von Indischen Flohsamenschalen. Sie haben eine ähnlich dem Mesalazin wirkende Entzündungshemmung gezeigt. Gesicherte Studien gibt es dazu aber noch nicht. Dass die Durchfallrate bei Einnahme von Flohsamenschalen verringert wird, spricht allerdings für sich.
Empfohlen wird ebenfalls eine Behandlung mit Myrrhe, welche wie Weihrauch entzündungshemmend wirkt. Schon länger wird in der Naturheilpraxis Myrrhe angewandt. Eine Studie über die Wirksamkeit ist schon angelaufen.

Schweinepeitschenwurm gegen Colitis Ulcerosa

Nach ersten Erfolg versprechenden Studien kann man die Eier des Schweinepeitschenwurms zur Therapie der Colitis ulcerosa nutzen. Allerdings ist die Therapie sehr teuer, da sie nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Der behandelnde Arzt wendet diese Behandlung bisher noch auf eigene Verantwortung an, da sie noch nicht zugelassen ist.
Weitere neue Therapieansätze sind die Anwendung von Lecithin, Omega-3-Fettsäuren, Leukozytenapherese (Studien laufen bereits, nachdem die Therapie in Japan zugelassen wurde) und anthocyanhaltige Beeren wie Heidel- und Blaubeeren. Letztere haben als Heilmittel in Russland schon lange Tradition.

Die aufgeführten Therapien stellen nur einen Teil von Möglichkeiten dar.

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Colitis ulcerosa – kann eine Entgiftung mit Froximun Linderung bringen?

Colitis ulcerosa – kann eine Entgiftung mit Froximun Linderung bringen?

Froximun ein hocheffektives Naturprodukt

Die Entgiftung des Darms gilt schon lange als eine alternative Therapiemöglichkeit. Dabei soll die Immunabwehr des Körpers gezielt unterstützt werden, indem schädliche und belastende Stoffe aus dem Körper ausgeleitet werden. Es gibt diese Therapie in verschiedenen Formen, ob mit Einläufen oder durch Fastenkuren. Für Patienten, für die beides nicht in Frage kommt oder die es auch als präventive Maßnahme nutzen möchten, gibt es seit einiger Zeit ein neues Mittel, welches das Verfahren der Entgiftung unterstützen soll. Dabei handelt es sich um Froximun, ein Medizinprodukt der gleichnamigen Firma.

Was ist Froximun?

Es ist kein chemisches Mittel in Form eines Medikaments. Im Gegenteil: es handelt sich um natürliches Vulkanmineral, genauer gesagt um Klinoptilolith-Zeolith.

Wie wirkt Froximun? Es wirkt als reines Durchlaufprodukt, wird also nicht vom Körper aufgenommen. Dadurch sind die Nebenwirkungen minimal. Das Mineral durchwandert den Magen-Darm-Trakt und nimmt dabei, ähnlich einem Schwamm, Schadstoffe auf. Durch die sich anschließende Ausscheidung wird der Körper auf natürliche Weise entgiftet. Weniger Schadstoffe im Organismus bedeuten weniger Belastungen für den Körper. Er kann seine eigentlichen Aufgaben besser erfüllen. Davon profitiert nicht nur der Darm, sondern auch die Entgiftungsorgane Leber und Nieren. Die Hauptwirkung von Froximun ist demzufolge die Stärkung der körpereigenen Abwehr.

Wie wird Froximun angewendet? Es kann als Kapseln oder Pulver eingenommen werden. Dazu eignen sich als Getränke stilles Wasser oder  auch grüner Tee, wobei letzterer nicht nur in China als Heilmittel gilt.

Froximun soll nach Studien der Firma gerade bei Colitis ulcerosa vorbeugen und diese möglicherweise sogar lindern. Damit ist eine alternative und nebenwirkungsfreie Möglichkeit für Patienten gegeben, die sich nicht (mehr) nur auf die Schulmedizin verlassen wollen.

 

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Können Probiotika bei Colitis ulcerosa helfen?

Können Probiotika bei Colitis ulcerosa helfen?

Probiotika als Unterstützung bei Colitis ulcerosa

Probiotika sind Keime, die nicht krank machen (apathogen). Sie sind ein neuer Therapieansatz in der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wie colitis ulcerosa. Der Bakterienstamm E. coli Nissle 1917 ist im Medikament Mutaflor® enthalten und ist der bekannteste seiner Art.
Wie wichtig die Besiedlung des Darmes mit der gesund erhaltenden Flora ist, wird noch erforscht. Sicher ist, dass diese schon im Kindesalter eingestellt wird und später schwer verändert werden kann. Haben Patienten eine Darmflora, die nicht optimal aufgebaut ist, kann dies die Entstehung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen begünstigen.
Um eine gesunde Darmflora zu erhalten, ist die Muttermilch als erste Nahrung zu empfehlen, weil darin diese Schleimhaut schützenden Probiotika (aber auch Präbiotika) enthalten sind.
Der Vorteil dieser noch jungen Probiotika-Therapie besteht darin, dass keine Nebenwirkungen auftreten. Für Patienten, die schon viele Medikamente nehmen müssen, ist dies sicherlich eine Wohltat. In Tierversuchen wurde die Wirksamkeit der Probiotika eindeutig nachgewiesen. Dies betrifft leichte bis mittelschwere Colitiden, die ansonsten mit einer niedrig dosierten 5-ASA-Therapie behandelt wird. Bemerkenswert ist, dass bei der Colitis ulcerosa gerade mit dem oben genannten Stamm E. coli Nissle 1917 eine Remission (beschwerdefreie Phase) initiiert und erhalten werden kann. Dies gelingt vor allem durch die Normalisierung der Darmflora und die Stabilisierung des Darms als Barriere gegen Krankheitskeime.

Weitere Probiotika bei Colitis ulcerosa

Weitere Probiotika, die zum Einsatz kommen, sind zum Beispiel Bifidobakterien und Lactobacillen. Sie haben schon einige Erfolge erzielt, die aber durch weitere Studien bestätigt werden müssen.
Das Medikament Mutaflor® hat nur eine unangenehme Nebenwirkung: Blähungen. Deshalb wird es zu Beginn der Behandlung niedrig dosiert und langsam erhöht. So halten sich die Beschwerden in Grenzen. Eine begleitende Einnahme von 5-ASA sollte allerdings, wenn sie trotzdem notwendig ist, mit Zeitversatz erfolgen, weil das Wachstum der E. coli Nissle 1917 sonst verringert und die Wirkung abgeschwächt wird. Auf Antibiotika sollte bei Einnahme von Probiotika möglichst ganz verzichtet werden, weil die Darmbakterien davon zerstört werden.
 

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Wie wichtig ist die Ernährung bei Colitis ulcerosa?

Wie wichtig ist die Ernährung bei Colitis ulcerosa?

Verschlimmerung durch falsche Ernährung bei Colitis ulcerosa vermeiden

Die Darmbeschwerden werden durch die Autoimmunerkrankung des Darmes ausgelöst. Mit der Ernährung hat dies also nur am Rande zu tun. Unbestritten ist, dass man mit geeigneter Nahrung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass man als Betroffene(r) mit der „falschen“ Ernährungsweise zur Verschlimmerung der Beschwerden beitragen kann. Doch auch die Lebensumstände bestimmen die Krankheitsintensität. Für jede Phase der Erkrankung gibt es verschiedene Empfehlungen, welche Lebensmittel möglich sind oder lieber vermieden werden sollen. Eine spezielle Colitis ulcerosa Diät gibt es allerdings nicht.

Leichte Vollkost bei Colitis ulcerosa Schub

Während eines Colitis ulcerosa Schubs mit milderem Verlauf ist eine leichte Vollkost zu bevorzugen, da sie gut verträglich ist. Dazu gehören ballaststoffarme Lebensmittel wie Graubrot, helle Brötchen, Weißbrot, Knäckebrot, Toastbrot und Grahambrot. Mit Besserung des Schubs sind auch Produkte aus fein gemahlenem Vollkornmehl möglich. Dabei kommt es auch darauf an, wie diese Nahrungsmittel in einer Ruhephase vertragen werden. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man von Vollkornprodukten Abstand nehmen.
Die fettarme Zubereitung der Speisen und insgesamt eine fettarme Ernährung sind in der akuten Phase wichtig. Schon bei gesunden Menschen können blähende Speisen Darmbeschwerden verursachen. In der akuten Phase sollte ganz auf Hülsenfrüchte oder Kohlsorten verzichtet werden. Wegen des Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusts empfiehlt sich  eine Zufuhr von zwei bis drei Litern Flüssigkeit am Tag. Dabei sind kohlensäurefreie Getränke zu bevorzugen. Der Verzehr von rohem Gemüse ist nicht zu empfehlen. Dünsten ist eine gute Möglichkeit, die Verträglichkeit der Nahrung zu erhöhen. Obst kann ebenso „vorbehandelt“ werden, damit die Fruchtsäuren weniger oder keine Beschwerden machen. Wichtig ist es auch, nicht zu heiß oder zu kalt zu essen und starkes Würzen der Speisen zu vermeiden.
Wie beim gesunden Menschen empfiehlt es sich, die Speisen gut zu kauen und sich Zeit zum Essen zu nehmen. In einer akuten Colitis ulcerosa Phase bietet es sich an, mehrere kleine Mahlzeiten als wenige große einzuplanen.

Künstliche Ernährung bei schwerem Verlauf

Ist die akute Krankheitsphase durch einen schweren Verlauf gekennzeichnet, wird klinisch auf die künstliche Ernährung umgestellt. Allerdings ist es nicht nachgewiesen, dass diese Maßnahme sich auf die Krankheitsaktivität auswirkt. Sie ist aber oft notwendig, um ausreichend Nährstoffe zuführen zu können.
In der Ruhephase der Colitis ulcerosa ist eine ballaststoffreichere Kost möglich. Vollkornprodukte können helfen, dass der Stuhlgang eindickt und sich die Darmpassage verlängert, weil dem Speisebrei Wasser entzogen wird. So kann die Häufigkeit der Stühle auf natürliche Weise reduziert und eine Normalisierung des Tagesablaufs erreicht werden.

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Wo finde ich als Betroffene(r) Rat und Hilfe?

Wo finde ich als Betroffene(r) Rat und Hilfe, bei colitis-ulcerosa?

erste Anlaufstelle bei Colitis-ulcerosa

Bei Colitis ulcerosa ist der erste Ansprechpartner  für viele Betroffene der Hausarzt. Meist hat dieser die Verdachtsdiagnose gestellt und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus (oder in eine Facharztpraxis) überwiesen. Nach vielen aufwendigen Untersuchungen erfolgt die Rücküberweisung an einen ambulanten Internisten, der die Fachrichtung Gastroenterologie führt. Dieser ist, wie die Bezeichnung verrät, für Magen (lat. Gastrum) und Darm (lat. Enterum) zuständig. Dort sind Sie auf jeden Fall an der richtigen Stelle. Er wird die Therapie einleiten und überwachen.

weitere Institutionen bei Colitis-ulcerosa

Weitere fachliche Hilfe gibt es beim DCCV e.V., dem deutschen Selbsthilfeverein der Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Durch diesen Verband wird der „Bauchredner“ heraus gegeben, eine Zeitschrift für Betroffene, die neben neuen Therapieansätzen auch über Forschungsergebnisse und Ernährungsempfehlungen berichtet und viele offene Fragen beantworten kann. Auch die Komplementärmedizin mit ihren Chancen wird hier beleuchtet.
Eine weitere Anlaufstelle für Patienten mit Colitis-ulcerosa ist die Deutsche Crohn/Colitis Stiftung, die sich ebenfalls die Verbesserung der Lebensqualität für die Betroffenen auf die Fahnen geschrieben hat. Die Stiftung unterstützt die Arbeit des DCCV, so dass es kein Konkurrieren um Mitglieder gibt.
Wer der Schulmedizin nicht alle Fäden in die Hand geben will und eine ganzheitliche Behandlung sucht, sollte sich an einen Heilpraktiker oder Naturheilmediziner seines Vertrauens wenden. Dort gibt es schon viel versprechende Lösungsansätze, die Linderung bringen können.

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Berufliche und private Beeinträchtigungen

Berufliche und private Beeinträchtigungen bei Colitis ulcerosa

Mit Colitis ulcerosa im Beruf

Beruflich ist die Colitis ulcerosa meist sehr eingreifend. Gerade in Zeiten hoher Krankheitsaktivität kommt man um häufige Krankschreibungen nicht herum. In welchem Unternehmen ist man da gern gesehen? Selbst, wenn man sich mit starken Beschwerden auf Arbeit schleppt, ist die Erkrankung nicht lange zu verbergen. Die häufigen Durchfälle, die zum Verlassen des Arbeitsplatzes führen, fallen auf. Mit der Angst um den Job entsteht ein gefährlicher Teufelskreis aus Stress, der wiederum die Krankheit verstärkt.

Colitis Ulcerosa und die Psyche

Die seelische Komponente der Colitis ulcerosa ist nicht zu übersehen. Für eine gewisse Sicherheit kann die Stellung eines Antrages auf Anerkennung einer Schwerbehinderung sorgen, der es dem Arbeitgeber schwerer macht, Sie zu kündigen. Sie sollten alle Ihre Beschwerden, Operationen und Beeinträchtigungen im Alltag in diesem Antrag angeben. Nur so kann eine bestmögliche Beurteilung erfolgen. Sollten Sie trotzdem unter einem Grad von 50 % Behinderung liegen, ist dies allein noch kein Schutz vor Kündigung. Der nächste Schritt könnte sein, dass Sie mit Ihrem Behindertenbescheid einen formlosen Antrag auf Gleichstellung bei der Arbeitsagentur stellen. Damit haben Sie zwar nicht die gleichen Vergünstigungen wie ein Schwerbehinderter, was den Urlaub oder das frühere Eintreten in das Rentenalter betrifft. Aber mit der Gleichstellung haben Sie den gleichen Kündigungsschutz. Bei Unternehmen über 20 Angestellten ist es sogar günstiger einen neuen Arbeitsplatz zu erlangen, weil bei Bewerbungen mit gleicher Eignung Behinderte bevorzugt werden, damit die Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt entfällt. 
Bei zu starker Krankheitsaktivität ist ein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente der einzige Ausweg aus dem Dilemma der ständigen Fehlzeiten im Beruf. Empfehlenswert ist es, schon in jungen Jahren vor Ausbruch der Erkrankung eine private Berufsunfähigkeitsrente abgeschlossen zu haben.

Eine Beziehung mit Colitis ulcerosa

Private Beeinträchtigungen sind vor allem im täglichen Leben zu finden. Für bestehende Beziehungen kann die Colitis ulcerosa eine Belastung sein, weil man an gesellschaftlichen Ereignissen nicht mehr ohne Schwierigkeiten teilnehmen kann. Gerade für junge Menschen, die eine Partnerschaft anstreben, kann die Krankheit das Eingehen einer Beziehung erschweren. Ein offener Umgang mit der Behinderung und ein Austausch unter Gleichgesinnten, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen, können helfen, einen potentiellen Partner zu finden.

 

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Colitis ulcerosa, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft

Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft

Als Betroffene/r mit Kinderwunsch machen Sie sich vielleicht Sorgen, ob die Colitis ulcerosa Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat? Oder ob eine Schwangerschaft trotz Medikamentengabe möglich ist. Einige Untersuchungen sind in der Schwangerschaft nicht ungefährlich. Die Sorgen sind berechtigt, weil die Colitis ulcerosa gerade junge Menschen befällt, die ihre Familienplanung gerade erst beginnen oder sie noch nicht abgeschlossen haben.

Colitis ulcerosa, steht generell einer Schwangerschaft nicht entgegen.

Generell steht die Colitis ulcerosa einer Schwangerschaft nicht entgegen. Sie sollte aber, wenn möglich, in einer beschwerdefreien Zeit geplant werden, weil dann die Fruchtbarkeit nicht eingeschränkt ist. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn Sie dann ein schwangerschafts-verträgliches Dauermedikament nehmen würden, damit nicht am Beginn der Schwangerschaft eine Umstellung auf ein anderes Medikament vorgenommen werden muss. Das könnte einen neuen Schub provozieren. Deshalb wäre es wichtig, mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihren Kinderwunsch zu sprechen.

Fruchtbar – trotz Colitis ulcerosa

Glücklicherweise ist die Fruchtbarkeit einer Frau mit Colitis ulcerosa nicht eingeschränkt. Die einzige Ausnahme stellt die Zeit nach größeren Operationen dar, wie zum Beispiel nach Stoma-Anlage oder Dickdarmentfernung. Nach einiger Zeit kehrt die Fruchtbarkeit zurück.

Bei Männern mit Colitis ulcerosa ist keine Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit gegeben. Allerdings können Fisteln oder Abszesse im pelvinen Bereich (Becken) zu zeitweisen Erektions- und Ejakulationsstörungen führen, was aber selten vorkommt.
Leider haben die Medikamente Sulfasalazin und Salazosulfapyridin die Nebenwirkung, vorübergehend unfruchtbar zu machen. Nach Absetzen der Tabletten ist diese Entwicklung wieder rückläufig. Um diese Wirkung zu vermeiden, könnten Männer mit Kinderwunsch auf Mesalazin eingestellt werden.

Schwangerschaft in 85% der Fälle unkompliziert.

Unkomplizierte Schwangerschaftsverläufe sind in 85 % der Fälle zu erwarten. Das Fehlbildungsrisiko liegt bei 1 Prozent und die Fehlgeburtswahrscheinlichkeit ist nicht erhöht. Auch Schwangerschaften gesunder Frauen sind nicht ohne Risiko. Eine erhöhte Krankheits-aktivitität zum Zeitpunkt der Zeugung kann aber zu einem ungünstigeren Verlauf der Schwangerschaft beitragen.
Empfehlenswert ist die vorbeugende Verordnung von Mineralien und Vitaminen, zum Beispiel  Folsäure gegen Neuralrohrdefekte, Eisen und Vitamin B12 für das erhöhte Blutvolumen. 

Nach einer Dickdarmentfernung sollte ungefähr ein Jahr gewartet werden, bis eine Schwangerschaft zustande kommt. In der Mehrzahl der Fälle hat eine Schwangerschaft keinen Einfluss auf die Krankheitsaktivität, obwohl Fälle bekannt sind, wo sich die Krankheit deutlich verschlechtert oder verbessert hat.
Während der Schwangerschaft sollte die Einnahme von Medikamenten beschränkt werden. Für den Fall, dass eine stärkere Aktivität der Colitis ulcerosa auftritt, gibt es jedoch zugelassene Arzneimittel.
Stillen kann Ihrem Kind einen langfristigen Schutz vor chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen bis ins Erwachsenenalter verleihen. Wenn Sie also stillen möchten, wenden Sie sich bitte an eine Stillberaterin, die Ihnen zu Stillen und Medikamenten weiter helfen kann.

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Begleiterkrankungen der Colitis ulcerosa

Begleiterkrankungen der Colitis ulcerosa

Vitamin- und Mineralstoffmangel bei Colitis ulcerosa

Die Colitis ulcerosa lässt Begleiterkrankungen entstehen, die direkt in Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen. Nahe liegend ist auf Grund der schlechteren Verwertbarkeit von Nahrungsmitteln ein Vitamin- und Mineralstoffmangel. Wird dies diagnostisch nachgewiesen, kann eine gezielte Auffüllung begonnen werden. Gerade durch die blutigen Durchfälle fehlt dem Patienten häufig Eisen; durch das Medikament Sulfasalazin kann ein Mangel an Folsäure entstehen. Entsprechende Eisenpräparate können diesen Mangel ausgleichen, wobei diese aber für den Darm schlecht zu vertragen sind. Durch den Flüssigkeitsverlust infolge der Durchfälle fehlen dem Körper Natrium und Kalium, welche für viele Prozesse (Kalium zum Beispiel ist für die Funktion des Herzens wichtig) notwendig sind. Vitamin-D-Mangel ist oft eine Folge der Cortisontherapie, wodurch die Knochendichte vermindert werden kann. Auch hier ist eine Substitution mit Kalzium in Kombination mit Vitamin D möglich. Ob ein Mineralstoff- oder Vitaminmangel vorliegt, lässt sich in den meisten Fällen durch Blutuntersuchungen feststellen. Dadurch kann schnell eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Weitere Begleiterkrankungen bei Colitis ulcerosa

Weiterhin existieren noch andere Begleiterkrankungen, die sich an anderen Organen manifestieren. Dabei handelt es sich um die Entzündung von Augen, größeren und kleineren Gelenken, Hauterkrankungen und Gallen- oder Leberentzündungen.

An den Augen können sich die Entzündungen an der Lederhaut als Episkleritis, an der mittleren Augenhaut als Uveitis oder die Regenbogenhaut als Iritis manifestieren. Symptome sind Augenbrennen, -schmerzen und Rötung. Aber auch trockene Augen können ein Zeichen für rheumatische Beschwerden sein. Es ist wichtig, dass der untersuchende Augenarzt weiß, dass eine Grunderkrankung vorliegt.

Die Entzündungen an den großen und kleinen Gelenken äußern sich in Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Häufig sind die Gelenke wechselnd betroffen. Dabei fällt das Gehen schwer. Aber auch die Wirbelkörpergelenke im Brust- und Lendenwirbelsäulenbereich sind von Entzündungen befallen. Es erfolgt dann die Diagnosestellung Morbus Bechterew oder bei den Iliosakralgelenken (zwischen Darmbein und Kreuzbein gelegen) die Sakroiliitis.

Entzündung der Gallengänge bei Colitis ulcerosa

Eine weitere Begleiterkrankung, die bis zu 10 Prozent der Erkrankten befällt, ist die Entzündung der Gallengänge (primär sklerosierende Cholangitis). Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Es existieren Standardtherapien, wie die Stentversorgung und die Einnahme von Ursodeoxycholsäure. Durch die narbige Verhärtung der Gallengänge ist im Endstadium der Erkrankung eine Lebertransplantation notwendig.
Zwei Hauterkrankungen können Colitis-Ulcerosa Patienten zu schaffen machen. Das ist das Pyoderma gangraenosum, eine schmerzhafte Hautentzündung mit Geschwürsbildung und das Erythema nodosum, eine ebenfalls schmerzhafte, knötchenbildende Entzündung der Subkutis (Unterhautfettgewebe).
 

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