Colitis ulcerosa
Sie sind auf diese Website gekommen, weil bei Ihnen gerade die Diagnose colitis ulcerosa gestellt worden ist? Nun möchten Sie Näheres erfahren.
Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die nur den Dickdarm und Mastdarm befallen kann. Dadurch grenzt sie sich vom Morbus Crohn ab, der im gesamten Magen-Darm-Trakt Entzündungen hervorrufen kann. Bei der Colitis ulcerosa ist die Darmschleimhaut Mukosa und die Hautschicht zwischen Mukosa und Muskelgewebe (Submukosa) von der Entzündung betroffen. Im Vergleich zu anderen Colitiden (Mehrzahl von Colitis) ist die Schleimhaut bei der Colitis ulcerosa nicht nur entzündet, sondern bildet auch Ulzerationen (Geschwüre). Daher der Name „Colitis“ für Dickdarmentzündung und „ulcerosa“ für Geschwüre bildend.
Symptome bei Colitis ulcerosa sind:
- rezidivierende (immer wiederkehrende) Durchfälle
- Darmkoliken
- Blutungen der Darmschleimhaut
- Blähungen
- Stuhlinkontinenz
- zwanghafte Stuhlgänge
Die Colitis ulcerosa ist gekennzeichnet durch Schübe, die sich mit Remissionsphasen abwechseln. Schwerste Verläufe gehören ebenso dazu wie andauernde Akutphasen.
Ursachen für Colitis ulcerosa
Ursachen für die Erkrankung sind nicht bekannt. Vermutet wird aber eine genetische Disposition. Man zählt die Colitis ulcerosa wie den Morbus Crohn zu den Autoimmunerkrankungen. Es wird dabei die eigene Immunabwehr angegriffen, was eine Schwächung des Darms und die Entzündungsneigung zur Folge hat.
Diagnostiziert wird die Colitis ulcerosa mit einer Koloskopie (Darmspiegelung). Dabei werden Proben entnommen, die histologisch untersucht werden. So werden eine genaue Bestimmung der Erkrankung und die Abgrenzung zu anderen Verdachtsdiagnosen möglich.
Laboruntersuchungen, vor allem der Entzündungswerte im Blut, können Aussagen über die Krankheitsaktivität machen.
Therapie bei Colitis ulcerosa
Die Therapie: Bei der Behandlung der Krankheit steht die Reduzierung der Entzündungsaktivität im Vordergrund. Dies ist mit oralen und lokalen wirkenden Entzündungshemmern möglich.
Nach den Leitlinien zur Behandlung der Colitis ulcerosa wird Mesalazin in Tablettenform oder als Klistier empfohlen. Wird Mesalazin nicht vertragen, ist die Verwendung von Sulfasalazin das zweite Mittel der Wahl. Ist die Entzündungsaktivität trotzdem zu hoch, kommt Cortison lokal oder systemisch zum Einsatz. Außerdem gibt es noch Immunsuppressoren und TNF-Alpha-Blocker, die bei Unverträglichkeit oder eingeschränkter Wirkung der vorgenannten Medikamente verwendet werden können. Eine neuere Alternative sind die Biologika, die eine gute Wirksamkeit gezeigt haben.
Die Erkrankung ist durch Medikamente nicht heilbar. Bei starker Krankheitsaktivität kann eine komplette Entfernung des Dickdarms Heilung bringen.





